7 Tipps für ein sicheres Zuhause

So schützt du dich vor Einbruchdiebstahl – effektiv und simpel

Artikel

Lesedauer: 7 Minuten

2020-10-15

Egal, ob du in einem Mehrfamilienhaus, einem Einfamilienhaus oder in einer WG wohnst: Dein Zuhause soll ein sicherer Rückzugsort sein. Du kannst ganz einfach dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Wir haben sieben einfache Tipps für dich, die dir helfen, dein Hab und Gut zuhause vor Langfingern zu schützen – damit du einfach das Leben genießen kannst.

Grundsätzlich empfehlen wir dir, eine Einbruchmeldeanlage zu installieren und deine wertvollsten Habseligkeiten in einem zertifizierten Tresor aufzubewahren. Wenn dir dafür aber das nötige Kleingeld fehlt oder dir eine solche Lösung nicht zusagt, zeigen wir in diesem Artikel alternative Optionen, die du sofort und ohne großen finanziellen Aufwand umsetzen kannst.

1. Der Lichteffekt

Einbrecher machen es sich gerne leicht: Damit sie gar nicht erst entdeckt werden, nehme sie am liebsten Häuser ins Visier, wo gerade niemand zuhause ist. Wenn durchs Fenster Licht zu sehen ist, halten sich die Diebe eher fern.

Was aber, wenn du mal wirklich nicht zu Hause bist? Da will man natürlich das Licht nicht die ganze Zeit brennen lassen. Um hier Abhilfe zu schaffen, kauf dir (für etwa 10 Euro) eine Zeitschaltuhr, die das Licht ein- und ausschaltet, auch wenn du nicht zu Hause bist. Mit diesem alten Trick kannst du dir ohne größeren Aufwand die Diebe vom Hals halten. Das klappt am besten in Kombination mit anderen Sicherheitsmaßnahmen.

2. "With a little help from your friends"

Wenn du für längere Zeit nicht zuhause bist, solltest du einen Freund oder Nachbarn, dem du vertraust, bitten, gelegentlich in deiner Wohnung vorbeizuschauen. Dort soll er einfach ein paar Dinge verrücken, zum Beispiel die Jalousien verstellen, deine Post abholen und nach dem Rechten sehen. So wirkt deine Wohnung nach außen hin, als wäre sie bewohnt. Wenn sie eh schon da ist, kann deine Freundin außerdem deine Pflanzen vor dem Vertrocknungstod retten. Und das Beste daran: Außer vielleicht einem Drink als Dankeschön für deine Freundin, kostet dich diese Maßnahme gar nichts.

Noch ein Hinweis: Wenn du deinen Freund oder Nachbarn mit dieser Aufgabe betraust, lass ihn den Schlüssel auf jeden Fall jedes Mal mit nach Hause nehmen. Schlüssel an vermeintlichen Verstecken zu hinterlassen, z.B. unter der Fußmatte oder unter einem Pflanzentopf, ist quasi eine Einladung für Einbrecher.

3. Wertsachen außer Sichtweite bringen

Diese Vorsichtsmaßnahme ist besonders relevant, wenn du im Erdgeschoss wohnst. Was sieht man, wenn man im Vorbeigehen einen Blick durch dein Fenster wirft? Fernseher, Spielekonsolen, Handys, Schmuck und Laptops sind für Diebe ein gefundenes Fressen. Versuche, diese Gegenstände so zu verstauen, dass sie nicht vom Fenster einfach einsehbar sind. Wenn du größere Wertgegenstände hast, die sich nicht so einfach verstecken lassen, kannst du dir überlegen, vielleicht eine Sichtschutzfolie für deine Fenster anzubringen. Für dein geparktes Auto gilt dasselbe: Lass auch hier keine wertvollen Gegenstände offen sichtbar liegen.

4. Achte auf mögliche Verstecke

Viele denken, dass Einbrecher vor allem nachts im Schutz der Dunkelheit aktiv werden. Doch tatsächlich ereignen sich 57,9 Prozent aller Einbrüche zwischen 10 und 18 Uhr, so die Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Woran liegt das? Die Einbrecher gehen davon aus, dass die Leute tagsüber auf der Arbeit sind und ihre Wohnungen leer stehen lassen. Wenn du glücklicher Gartenbesitzer bist, kannst du es potentiellen Dieben schwerer machen, indem du Bäume, Hecken und Büsche gut zurecht schneidest. Die bieten ihnen sonst womöglich nützliche Versteckmöglichkeiten.

5. Urlaube nicht auf Social Media posten

So verlockend es ist: Wenn du in den Urlaub fährst, vermeide es lieber, ihn öffentlich auf Social Media anzukündigen. Man weiß nie, wer das dann liest. Auf der sicheren Seite bist du, wenn du wartest und nach deiner Reise die Urlaubsfotos online stellst.

6. Lager deine Gegenstände drinnen

Es ist natürlich bequemer, Outdoor-Gegenstände wie Fahrräder, Rasenmäher oder Gartenmöbel draußen stehen zu lassen. So werden sie aber zu einem leichten Ziel für Diebe. Schließe deine Gartenmöbel und Gartengeräte am besten immer in einem sicheren Schuppen oder Nebengebäude ein. Alternativ solltest du diese Gegenstände drinnen aufbewahren – in einem Keller, in der Garage oder in deiner Wohnung. Alle Gegenstände, die du in gemeinsam genutzten Räumen (z.B. einem Keller in einem Mehrfamilienhaus) aufbewahrst, sollten sich hinter einer verschlossenen Tür befinden oder an einem unbeweglichen Gegenstand abgeschlossen sein.

7. Markiere deine Sachen

Wenn all diese Maßnahmen nicht ausreichen und trotzdem bei dir eingebrochen und etwas gestohlen wurde, wende dich sofort an die Polizei. Besonders hilfreich ist es, wenn du dann direkt eine Liste mit den gestohlenen Gegenstände sowie Fotos und Kaufbelege mitbringst. Sollte das Diebesgut wieder auftauchen, ist es manchmal schwer, es klar dem rechtmäßigen Besitzer zuzuordnen. Damit die Polizei erkennen kann, dass es sich um deine Sachen handelt, markiere sie vorab mit einem permanenten UV-Marker. Das macht es für die Diebe auch schwerer, die Gegenstände zu verkaufen.

Unsere Empfehlung:

Der ideale Weg, Einbrüche zu verhindern, ist die Kombination verschiedener Sicherheitsmaßnahmen: Dazu zählt etwa ein Alarmsystem, sichere Türen und Fenster sowie ein Safe für deine Wertsachen. Die Tipps in diesem Artikel helfen dir, die Sicherheit deines Zuhauses zu verbessern. Aber 100% gefeit ist man natürlich vor einem Einbruch nie. Wir empfehlen den Abschluss einer Hausratversicherung, um immerhin finanziell gegen dieses Risiko abgesichert zu sein. Wenn du wirklich wertvolle Habseligkeiten besitzt, lohnt sich diese Überlegung für dich bestimmt. Bereits ab 2,99 € pro Monat kannst du die Gegenstände in deiner Wohnung gegen Einbruch sowie gegen Schäden durch Feuer, auslaufendes Wasser und Sturm schützen.


Autor: Tom