Wir bei Getsafe – Friedo, Fotograf und Product Manager

Mit Ironie und Ordnung: So schafft Friedo die Bildwelt von Getsafe

Artikel

Lesedauer: 3 Minuten

2020-06-25

Wie kamst du zu Getsafe?

Das war ein lustiger Zufall. Ich kenne Christian, unseren Gründer, schon sehr lange, weil ich  mal für ihn in einem Projekt als Freiberufler gearbeitet habe. Nach einigen Jahren habe ich ihn über Facebook kontaktiert, als ich eine Werbung vom ersten Getsafe-Prototypen gesehen hatte. Ich wollte ihm eigentlich nur sagen , dass ich das cool finde. Daraus wurde schnell ein Jobangebot. Seit zweieinhalb Jahren bin ich jetzt bei Getsafe.

Was hast du vorher gemacht? Hast du eine Ausbildung in Fotografie?

Bevor ich zu Getsafe kam, habe ich irgendwas mit Medien, genauer Digitale Medien, studiert. Eine richtige Fotografie-Ausbildung habe ich nicht, das habe ich mir größtenteils selbst angelesen und angeeignet. Im Studium habe ich viel von meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen gelernt, die Fotografen waren oder viel Erfahrung in diesem Bereich mitbrachten. Danach habe ich ein Jahr lang in Kanada gelebt und dort sechs Monate als Barista in einer sehr populären Bäckerei in Vancouver gearbeitet. Später habe ich als Barkeeper jeden Tag Margueritas gemixt. Eine Woche, nachdem ich nach Deutschland zurückgekommen war, saß ich bereits in Heidelberg bei Getsafe im Büro. Mein Bewerbungsgespräch hatte ich noch von Kanada aus.

Friedo Bild eins

Seit Mai hat Getsafe eine neue Brand. Jetzt hattet ihr kürzlich das erste Kampagnen-Fotoshooting. Was war daran anders als bei vorigen Shootings? Wie war das für dich?

Das war aufregend. Wenn ich für die alte Brand Lifestyle-Bilder gemacht habe, ging es vor allem darum, ein positives Gefühl zu vermitteln. So konnte ich die Fotos frei schießen. Aber ich war immer auch etwas blind unterwegs, weil die alte Brand noch nicht geschärft war. Es gab keine für Fotos nutzbare Farbpalette und auch die Emotionen, die mit einem Bild erreicht werden sollen, waren nicht richtig greifbar. Diesmal war das komplett anders: Mit der neuen Brand hatte ich eine starke Richtung vorgegeben, die ich selbst mit konzipiert hatte und jetzt auch in den Bildern umsetzen konnte. Dazu gehört eine gute Vorbereitung: spezielle Locations scouten, Models casten, einen Make-up-Artist anheuern und mit einer Kostümdesignerin zusammenarbeiten.

Versicherung klingt erstmal schwer auf einem Foto einzufangen. Wie machst du das?

Ich schaue mir gerne Bilder von anderen Fotografen an, deren Stil ich mag und – ganz wichtig – deren Bilder mich berühren. Unser neuer Bildstil Accident Happy verkörpert den Moment, in dem etwas Unerwartetes passiert. Ich habe mich gefragt: Wie kann ich diesen Accident-Aspekt als visuelles Charakteristikum im Bild greifbar machen? Letztlich habe ich dafür vor allem an den Parametern Perspektive, Licht und Kostüm justiert.

Friedo Bild zwei

Hast du als Fotograf auch so ein ganz spezielles Verhältnis zu Licht?

Auf jeden Fall. Licht ist häufig unberechenbar. Ich bin immer wieder überrascht, wie schwer es zu kontrollieren ist. Und auf dem Foto wirkt es immer nochmal anders als man erwartet hatte. Mit künstlichem Licht kann man natürlich viel kontrollieren.

Was war für dich das Aufregendste, das du bisher bei Getsafe erlebt hast?

Nachdem ich ein Jahr bei Getsafe im Bereich Fotografie und Marketing gearbeitet hatte, wurde ich Produktmanager und habe bei der Feature-Entwicklung für App und Web mitgearbeitet. Das war eine sehr interessante Erfahrung. Das für mich bisher komplexeste Projekt war das Rebranding unserer App und der Website. Dabei habe ich gelernt, strukturiert zu arbeiten und habe festgestellt: Erst wenn alles perfekt vorbereitet und geordnet ist, kann man wirklich gut kreativ sein.

Friedo Bild drei

Was sind typische Aufgaben in deinem Arbeitsalltag?

Bei meiner Arbeit geht es viel um strategische Ausrichtung, also die Fragen: Was wird in den nächsten sechs bis zwölf Monaten gebraucht, wie wollen wir Produkte visualisieren, welches Budget steht dafür zur Verfügung? Eine besondere Herausforderung ist es, die Anforderungen der Teams für die nächsten Monate abzuschätzen.

Zur Vorbereitung eines Shootings gehören zu einem großen Teil auch Aufgaben eines Projektmanagers: Zum Beispiel muss man sich für manche Locations vorab offizielle Genehmigungen einholen, um sich dort aufhalten und Fotos schießen zu dürfen. Diesmal musste ich mit einen lokalen Bauern sprechen, weil ich auf seiner Biotop-Wiese fotografieren wollte.

Im Büro bricht Feuer aus – was sind die drei Gegenstände, die du aus dem Gebäude rettest?

Den Kicker. Als zweites natürlich meine Kamera. Und meine Lieblingskollegen, die packe ich auch noch ein.

Wer ist das?

Alle.

Friedo Bild vier

Was würden deine Lieblingskollegen sagen: Was sind deine nervigsten und was deine angenehmsten Eigenschaften?

Angenehm an mir ist, dass ich andere gerne unterstütze und hilfsbereit bin. Ich bin aber auch gerne ironisch oder zynisch. Es macht mir Spaß, zu provozieren. Für andere kann das dann natürlich unangenehm werden. Aber mit Witz und Ironie erreicht man die Menschen am besten, wenn man sie anregen will, sich Gedanken zu machen. Ein Kollege sagte mir mal, ich würde immer wieder Sachen miteinander verbinden, die man konventionellerweise nicht verbinden würde. Das resultiert oft darin, Gewohnheiten und unbegründete Routine-Abläufe in Frage zu stellen. Schnell ertappt man sich dabei, Alternativen auszuprobieren, die zielführender oder einfach angenehmer für das Team sind.

Gibt es noch etwas, was du gerne sagen würdest?

Ich grüße an dieser Stelle das PR Team, das UX Team und das Brand Design Team. (lacht) Nein, das ist zu plump, nimm das nicht mit rein.

Neugierig geworden auf einen Job bei Getsafe?

Autor: Carina