Bürohunde – die Allzweckwaffe bei Stress

Viele Unternehmen setzen schon auf vierbeinige Kollegen. Lies hier, wie du auch deinen Chef überzeugen kannst.

23.08.2018
Violetta

“Der Hund ist der beste Freund des Menschen” – kein Wunder also, dass wir Deutschen knapp 6 Millionen Hunde zu unseren Familienmitgliedern zählen. Gerade nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag freut sich jeder Hundebesitzer auf eine entspannte Gassi-Runde mit dem Vierbeiner. Das Gefühl, wenn man Zuhause die Tür reinkommt und freudig begrüßt wird, das Lieblingsspielzeug gebracht bekommt und in die glitzernden Augen des Hundes schaut, entschädigt für jeden noch so schlecht gelaufenen Arbeitstag. Oxytocin ist das Zauberwort – das Hormon wird umgangssprachlich auch Kuschelhormon genannt und setzt sich bei regelmäßigen Streicheleinheiten frei. Und zwar bei Mensch und Hund! Oxytocin stärkt die Bindung zu einem anderen Lebewesen und animiert zu sozialen Kontakten, senkt dabei den Blutdruck und hilft somit beim Abbau des Stresshormons Cortisol. Kurz und knapp: wer Bello durchs Fell wuschelt, dem gehts gut!

Dass sich speziell Hunde positiv auf den Menschen auswirken, weiß Markus Beyer, Gründer und Vorsitzender des Bundesverband für Bürohund e.V., schon lange. Seine Vision ist es, die Arbeitswelt zu verändern und mehr Bürohunde in Unternehmen zu bringen. Er unterstützt Arbeitgeber und -nehmer bei der Integration von Bürohunden und steht Rede und Antwort, um öffentliches Interesse zu schaffen.

Warum brauchen wir Hunde im Büro?

Tragen wir Verantwortung für ein Tier oder Kind, stehen wir immer in der Zwickmühle. Entweder haben wir ein schlechtes Gewissen, wenn wir wegen des Kindes oder Tieres früher von der Arbeit gehen müssen und so vielleicht unsere Kollegen alleine im Meeting zurücklassen oder wir haben ein schlechtes Gewissen, weil wir mehr Zeit im Büro als zu Hause verbringen. So oder so: das schlechte Gewissen ist ein ständiger Begleiter. Viele größere Unternehmen haben das bereits erkannt und z. B. unternehmenseigene Kindergärten errichtet, damit Eltern guten Gewissens ihrer Arbeit nachgehen können, ihre Kleinen aber vergleichsweise nah bei sich haben. Im Notfall ist der Weg in die Kita nicht weit. Und ganz ehrlich: Hundebesitzer haben ähnliche Sorgen und Probleme. Wohin mit dem Vierbeiner während der Arbeit? Oft liegt das Büro nicht gerade um die Ecke, sodass sich Fahrweg und Arbeitszeit schnell auf 10 Stunden addieren, die wir nicht Zuhause verbringen. Ist der Job nicht flexibel genug, ist die Konsequenz dann oftmals, sich eben keinen Hund anzuschaffen. Schade, oder?

2014 führte Xing eine Umfrage durch, bei der sich 53 % der teilnehmenden Unternehmen für die Mitnahme von Hunden aussprachen und 70 % der Hundebesitzer wünschten sich, ihren Hund mit zur Arbeit nehmen zu dürfen. Und immerhin: in globalen Konzernen, wie Amazon und Google, sind Hunde längst fester Bestandteil im Unternehmensbild. Bei Startups und zahlreichen Agenturen ist die Hunde-Dichte nochmals höher.

“Hunde stinken, bellen und zerstören die Einrichtung!”

Das hat wohl jeder Hundebesitzer schon x-mal gehört und darauf wahrscheinlich mit Augenrollen und einem tiefen Seufzer reagiert. Denn das sind gebündelte Vorurteile, die sich leicht aus dem Weg schaffen lassen.

Manche Hunde riechen strenger, als andere (gilt übrigens auch für Menschen 😛). Das kann viele Gründe haben, aber der Hundebesitzer kann das meistens ganz leicht in den Griff kriegen. Hat dein Hund also gestern abend in einer Matschpfütze gebadet und riecht deshalb streng, dann ist ein Schaumbad danach wohl unumgänglich. Auch die Mundhygiene oder andere Ausdünstungen kann der Halter beeinflussen.

Bellende Hunde sind im Büro natürlich tabu. Generell ist es ein No-Go, wenn der Hund deine Kollegen mit wuseligen Herumlaufen, Hochspringen oder anderweitigen Geräuschen belästigt. Dass man keine Kabel und Tischbeine anknabbert, sollte deinem Hund ab einem gewissen Alter auch klar sein 😉. Aber seien wir ehrlich: wer einen Raufbold zu Hause hat, der nicht ausreichend erzogen ist, wird auch kaum mit dem Gedanken spielen, ihn mit zur Arbeit zu bringen.

“Macht es einer, machen es alle” – dafür, dass kein Tierheim oder Zoo im Büro eröffnet wird, ist dein Chef zuständig. Klare Regeln und Abmachungen, was die Anzahl der Hunde betrifft, sorgen für ein Umfeld, in dem konzentriert gearbeitet werden kann.

In diesen Unternehmen sind Hunde nicht mehr wegzudenken

Raja bei PETA

 PETA Deutschland e.V. ist Deutschlands größte Tierrechtsorganisation. PETA verfolgt das Ziel, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise, Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen. Raja ist eine spanische Straßenhündin, die schon als Welpe nach Deutschland kam und direkt ein PETA Bürohund wurde. Vegane Leckereien und gemeinsame Zerrspiele sind ihre große Leidenschaft. 

35 Bürohunde bei TASSO

Europas größtes Tierregister TASSO sorgt dafür, dass entlaufene Tiere schnellstmöglich zu ihren Besitzern zurück gelangen. Rund 35 Hunde begleiten die TASSO Mitarbeiter rund um die Uhr zu ihrer  Arbeit und sorgen dort für positive Stimmung. Den Vierbeiner mit zur Arbeit nehmen zu dürfen, bringt aus Tierschutzsicht auch noch einen weiteren wichtigen Vorteil: Mehr berufstätige Menschen könnten einem Tier aus dem Tierheim ein Zuhause geben.

FRAPORT

Ganz besondere „Bürohunde“: Seit April 2018 durchsuchen fünf Bed Bugs-Teams Flugzeuge und das Reisegepäck von Fluggästen nach Ungeziefer am Frankfurter Flughafen. Bettwanzenspürhunde müssen speziell ausgebildet werden und dafür einen guten Charakter sowie einen hohen Spiel- bzw. Futtertrieb mitbringen. Der Geruchssinn eines Hundes hat eine Erfolgsquote von über 90%, während der Mensch mit seinen Augen nur eine Erfolgsquote von 35% für das Auffinden von Bettwanzen hat. Larry Hansen, Leiter der Spürhundestaffel, kann sich nichts spannenderes vorstellen, als täglich mit diesen schlauen Hunden zu arbeiten.

SHOUT BEI RESTUBE

Restube ist dein Safety Partner in offenen Gewässern. Wassersportler, wie Schwimmer, Schnorcheler, Surfer oder Segler binden sich die kleine Tasche um den Bauch, um die gelbe Boje bei Gefahr oder Erschöpfung automatisch aufzublasen. Restube rettet Leben, indem es dir Auftrieb verschafft und dich bei Erschöpfung nicht im Stich lässt. Bürohund Shout pendelt am liebsten zwischen den Schreibtischen umher, um sich seine Streicheleinheiten abzuholen. Zum Ausgleich flitzt er durch die Weinberge oder ist auf dem Stand Up Paddle Board zu finden.



Mila bei Startplatz

Der STARTPLATZ ist Treffpunkt der rheinischen Gründerszene und bietet Startups & Unternehmen das Öko- system für Innovation. Mila ist der Sonnenschein im STARTPLATZ.  Sie bringt in Düsseldorf einfach jedes Herz zum Schmelzen!

Nelli & Fips bei Catchys

CATCHYS – world wide vintage! Bei der Suchmaschine für Luxus- und Designer Second Hand findet ihr alle Second-Hand Designer Deals auf einer Seite! Mit Nelli & Fips aka Yoda und Chewbacca ist die Macht immer mit den Mitarbeitern von Catchys!



Ocho bei Coffee Circle

Coffee Circle steht für richtig guten Kaffee. Richtig, weil zum Vorteil aller Beteiligten gehandelt wird. Gut, weil der Kaffee begeistert. Ocho sorgt immer für gute Laune und Entspannung, selbst wenn er schläft oder nur da liegt. Beruhigung und Bespaßung auf ganz hohem Niveau!

Cookie bei Peat

Durch die automatische Erkennung von Pflanzenkrankheiten via Smartphonefoto unterstützt Peat weltweit Kleinbauern bei dem Anbau gesunder Pflanzen und höherer Ernteerträge. Cookies begeistert im Büro mit einer Mischung aus Energie und Narkolepsie.

Mia & Nina bei Qunomedical

Das Ärzteportal Qunomedical ermöglicht Patienten weltweit Zugang zu günstigen medizinischen Behandlungen und kurzen Wartezeiten bei Ärzten im In- und Ausland. Die Labradorhündin Mia riecht Leckerlies aus vielen Metern Entfernung und sucht im Büro immer nach einem sonnigen Plätzchen zum Entspannen. Ihre Hundefreundin Nina versorgt die Mitarbeiter in stressigen Momenten mit Kuscheleinheiten.

Jake & Dando bei Brand Campus

brand campus® macht kreatives Marketing mit Inhalt. Die Marketingagentur versteht sich als Berater und leidenschaftlicher Dienstleister. Border Collie Jake ist stets aufmerksam und dienstbereit, aber ebenfalls für regelmäßige Kuscheleinheiten verantwortlich. Sein Bürohunde-Kumpel ist ein echtes „Glücksbärchi“, bringt gute Laune in die Büros und motiviert zu mehr Bewegung bei den Mitarbeitern.



Dahab bei Campusjäger

Studenten finden mit Campusjäger neue Jobs – Unternehmen junge Talente.
Die überschwängliche Freude, mit der Dahab jeden Mitarbeiter begrüßt, zaubert jedem sofort ein Lächeln auf die Lippen und sorgt für gute Laune im Team.

Bruno bei TourComm

TourComm ist eine Agentur für internationales Tourismus- und Destinationsmarketing. Bruno begrüßt morgens alle Kollegen freudig im Büro und freut sich immer über kleine Streicheleinheiten zwischendurch! Teamarbeit macht mit ihm einfach doppelt so viel Spaß!

 
Floyd bei Scottyscout

Scottyscout bedeutet Online-Marketing für Destinationen im Tourismus mit Reise- und Ausflugstipps lokaler Scouts.
Floyd ist Content-(Mit-)Verantwortlicher in unsere Social Media Abteilung. Seine Spezialität: Cat-Content. Manchmal müssen wir ihn dazu überreden auch mal andere Themen in die Planung aufzunehmen. Floyd scoutet aber auch gerne Themen vor Ort in den Destinationen.

Lotte bei Schein & Sein

Schein & Sein ist eine Designagentur für kleine und mittelständige Unternehmen, mit Hauptaugenmerk auf Corporate Design und Webdesign. Lottchen ist extrem kuschelbedürftig und will die Hälfte des Tages nur gestreichelt werden, wenn sie nicht gerade schläft und „leise“ schnarcht. Beides ist an stressigen Bürotagen extrem beruhigend und selbst Kollegen mit Hundeangst freuen sich über den kleinen schwarzen Wauzi im Büro.

Emiliy bei Bruder & Feucht

Die Labradorhündin Emily begrüßt jeden Mitarbeiter und Gast im familiengeführten Handwerksunternehmen Bruder & Feucht. Seit einem Jahr erinnert Emily die Mitarbeitern an regelmäßige Pausen und hilft auch mal dabei, alle Fünf gerade sein zu lassen.

Cooper & Fia bei Kamikaze

Die inhabergeführte Kreativagentur schafft Identitäten für Unternehmen und/oder erfinden die Markenwelt neu. Die Vierbeiner Cooper und Fia sind der Mittelpunkt der Meetings,  fürs Entertainment ebenso zuständig, wie für sämtliche Security-Aufgaben.

Lois bei Personio

Das Personio-Team  entwickelt eine ganzheitliche Software für Personalverwaltung und Bewerbermanagement für Unternehmen. Louis ist festangestellter Feel Good Manager  und unterstützt Personio v.a. im Marketing und in der HR. Speziell Recruiting und Employer Branding sind seine Fachgebiete.

Chiko bei Florales Ambiente

Florales Ambiente ist ein familiärer Blumenladen in Heidelberg, der sich auf Hochzeiten und Events spezialisiert hat. Chiko macht sich immer durch seine lauten Grunzgeräusche bemerkbar und erobert durch seine tollpatschige und freundliche Art die Herzen unserer Kunden. Wir nennen ihn liebevoll „Ladenschwein“.

Bürohunde sorgen für Zufriedenheit

Hundebesitzer, die ihren Hund mit ins Büro nehmen dürfen, sind weniger gestresst, als ihre Kollegen ohne Hund – das ist keine Floskel, sondern wissenschaftlich belegt von Prof. Randolph T. Barker von der Virginia Commonwealth University. Die Anwesenheit eines Hundes steigert also die Zufriedenheit – deine eigene und die deiner Kollegen. Gleichzeitig sorgen Hunde für weniger Stress. Der ist nämlich oft ausschlaggebend für psychische Erkrankungen und Burnout. Glückliche Arbeitnehmer sind weniger krank und reichen weniger Fehltage ein, womit der Arbeitgeber Krankenkosten einspart und ein motiviertes und ausgeglichenes Team hat.

Bringst du deinen Hund mit ins Büro, legst du zwangsläufig regelmäßige Pausen ein und  schnappst bei euren Spaziergänge frische Luft. Das freut auch deinen Arbeitgeber, denn diese kleinen Auszeiten sorgen für frische Gedanken in deinem Kopf und fördern deine Gesundheit.

Hast du auch Kollegen, mit denen du einfach kein Gespräch in Gang bringst? Ihr seid einfach nicht auf einer Wellenlänge und geht euch eher aus dem Weg? Ein Hund schafft oft Brücken zwischen Mitarbeitern und sorgt plötzlich für gemeinsame Gesprächsthemen. Daraus können sogar richtige Freundschaften entstehen! Hunde verbessern neben der Mitarbeiterbindung auch das gesamte Unternehmensimage.

Übrigens verbringt man statistisch mehr Zeit im Büro, wenn man seinen Hund mit zur Arbeit bringt. Klingt nach einer Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und -geber, oder? Und dein Hund ist auch noch glücklich, wenn er den ganzen Tag bei dir sein kann – also eine Win-Win-Win-Situation 😉.

So klappt’s mit dem Hund im Büro

Bevor du deinen Hund mit zur Arbeit bringst, musst du natürlich mit deinem Chef und deinen Kollegen sprechen. Manche Menschen haben Tierhaarallergien oder sogar Angst vor Hunden. Gerade wenn Menschen schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht haben, solltest du unbedingt darauf achten, dass es nicht zu unangenehmen Situationen zwischen ihnen und deinem Hund kommt. Wenn du rücksichtsvoll bist und dein Hund niemanden belästigt, besteht die Chance, dass sich die Angst deines Kollegen irgendwann auflöst oder zumindest reduziert 😊.

Klare Regeln sorgen für ein angenehmes Miteinander und schützen gleichzeitig deinen Hund und deine Kollegen: legt gemeinsam fest, in welchen Räumen sich dein Hund aufhalten darf und in welchen nicht. Außerhalb deines Büros könnte beispielsweise eine Leinenpflicht vereinbart werden, um ängstliche oder nicht-Hunde-affine Menschen vor direktem Kontakt zu bewahren. Um auch deinem Hund genügend Freiraum und Ruhe zu gönnen, solltest du ihm einen Rückzugsort an einem ruhigen Fleckchen einrichten und deine Kollegen bitten, ihn nicht ständig zu besuchen.

Ist dein Chef einverstanden, dein Hund gut erzogen und freut sich auf einige entspannte Stunden Schlaf am Tag, dann steht seiner Bürohund-Karriere nichts mehr im Wege! 🙂

Bei Getsafe sind Hunde übrigens auch willkommen!

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