Drohnen-Haftpflicht Guide 2018

Hier erfährst du alles, was du über das Fliegen mit deiner Drohne wissen musst.

09.04.2018
Friedo

Mit der eigenen Drohne auf Flugreise zu gehen liegt mehr im Trend denn je. Das liegt daran, dass die Hersteller inzwischen auch erschwingliche Drohnen produzieren, die sich mehr Menschen leisten können. Viele Leute nutzen ihre Drohne für private Foto und Videoaufnahmen. Sie können Eindrücke festhalten, die man sonst nur aus dem Helikopter oder Flugzeug kennt. Natürlich können auch in der Luft Unfälle passieren und hohe finanzielle oder sogar auch körperliche Schäden verursachen. Deshalb kommt natürlich die Frage nach einem passenden Versicherungsschutz für Drohnen auf. Genau damit befasst sich dieser Guide.

Hier sollen dir alle wichtigen Fragen rund um das Thema Drohnen-Haftpflicht erklärt werden. Unser Anspruch ist es, der beste Drohnen Guide und erste Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema Drohne zu sein.

1. Versicherungsschutz für Drohnen

Muss ich meine Drohne versichern?

Ja – seit dem Jahr 2005 besteht in Deutschland eine Versicherungspflicht. Diese gilt unabhängig davon, ob eine Drohne privat oder gewerblich genutzt wird.

Was bedeutet “Drohnenschutz”?

Für Schäden, die deine Drohne verursacht, haftest du als Halter. Schnell kann es passieren, dass eine Drohne abstürzt, im Garten einer Familie landet und dort z.B ein spielendes Kind verletzt. Dafür benötigst du einen Drohnen Haftpflichtschutz.

Brauche ich eine gewerbliche Drohnenhaftpflicht?

Verdienst du mit deinem Drohnenflug Geld brauchst du eine gewerbliche Haftpflichtversicherung. Wenn du z.B. in deiner Freizeit einen Youtube Channel betreibst, mit dem du sogar ein paar Euro verdienst, fällt das für uns unter “Liebhaberei” und ist damit keine gewerblich Nutzung. Solltest du dir nicht sicher sein, kannst du uns natürlich immer kontaktieren.

2. Der Drohnenschutz

Worum geht es beim Drohnenschutz?

Der Drohnenschutz ist eine Zusatzversicherung, die dich schützt, wenn du mit deiner Drohne Schäden verursachst.

Wie viele Drohnen kann ich parallel versichern?

So viele du willst – es gibt keine Einschränkung bei der Anzahl von Drohnen.

Worauf muss ich bei meinem Drohnenschutz achten?

Grundsätzlich ist alles versichert, was auch erlaubt ist. Hältst du dich an die Drohnenverordnung, bist du versichert. Es gibt hier nur 2 Ausnahmen:

1. Die Teilnahme an Wettbewerben ist nicht versichert
2. Flüge mit Videobrille über 30m oder mit einer Drohne die über 250 Gramm wiegt sind ebenfalls nicht versichert.



Wer darf meine Drohne fliegen?

Viele Versicherungen schützen dich auch dann, wenn andere Personen in deinem Beisein deine Drohne fliegen. Wenn du sicher stellst, dass sie sich an die Vorgaben der Drohnenverordnung halten, hast du nichts zu befürchten.

Brauche ich einen Drohnenführerschein?

Nein, brauchst du nicht. Wiegt deine Drohne allerdings mehr als zwei Kilogramm, musst du ab Oktober diesen Jahres einen eintägigen Kurs machen.

Bin ich versichert, wenn ich außerhalb des Flugplatzes fliege?

Ja, auch außerhalb von Modellflugplätzen bist du versichert, solange du dich an die Drohnenverordnung hältst. Fliegst du außerhalb des Flugplatzes, musst du an deiner Drohne eine Plakette mit deinem Namen und deiner Adresse anbringen.

Bin ich versichert, wenn ich ausserhalb der Sichtweite fliege?

Nein, du darfst deine Drohne laut der neuen Verordnung nur in Sichtweite fliegen.

Bin ich versichert, wenn in meine Drohne Indoor fliege?

Ja, auch wenn du deine Drohne innerhalb eines Gebäudes fliegst, bist du versichert.

Bin ich auch im Ausland versichert?

Ob deine Haftpflicht auch Drohnenflüge im Ausland abdeckt, solltest du unbedingt erfragen. Hier variieren die Versicherungsmodelle.

Kann ich eine Drohnenversicherung abschliessen, wenn ich nicht in Deutschland wohne?

Wenn du keine deutsche Meldeadresse hast, können die meisten Versicherer dir aktuell leider keinen Versicherungsschutz anbieten.

Wie hoch ist die Deckungssumme?

Versichert sind, je nach dem, wo du deine Haftpflicht abschließt, Personen-, Sach- und Vermögensschäden in Höhe von 1 bis – im seltensten Fall – 50 Millionen Euro.

15 Millionen Euro? Gibt es solche Schäden überhaupt?

Klar gibt es diese. Zum Glück sind aber die meisten Schäden, die Drohnen verursachen eher gering. Stell dir aber mal vor, was passiert, wenn du in der Nähe eines Flughafens fliegst und deine Drohne dafür sorgt, dass der Betrieb gestört wird. Auch Personenschäden können schnell astronomische Höhen erreichen. Daher haben wir eine sehr hohe Versicherungssumme.

Kann ich einer jungen Versicherung vertrauen, die eine so hohe Deckungssumme anbietet?

Ja, denn viele junge Versicherungsunternehmen haben große Versicherungsgesellschaften und Rückversicherer als Partner. Sie sichern die Risiken der Versicherten ab und sorgen dafür, dass dein Schaden immer gedeckt ist.

Wie hoch darf ich meine Drohne fliegen?

In der Regel darfst du deine Drohne bis 100 Meter hoch fliegen. Möchtest du sie höher fliegen, dann musst du es anmelden. Ohne einer Erlaubnis für diesen Flug bist du nicht rechtssicher versichert.

3. Der Schadensfall

Wer eine Drohne fliegt, muss strenge Vorschriften beachten und vor allem einhalten. Zwar dürfen auch andere deine Drohne in deinem Beisein fliegen, jedoch haftet immer der Drohnenbesitzer, wenn es zu einem Schaden kommt. Wenn ein Unfall passiert, der von der Drohne verursacht wurde, gibt es verschiedene Möglichkeiten, einen Schaden zu melden.

Wie kann ich einen Schaden melden?

Je nach Versicherung gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du deinen Schaden melden kannst. Das kann per Post, Telefon oder per App passieren. Normalerweise braucht die Versicherung ein paar schriftliche Infos von dir zum Geschädigten und Schadenshergang. Wichtig ist, dass du den Schaden fotografierst und die Bilder deiner Versicherung zukommen lässt.

Für welche Schäden kommt die Versicherung auf?

Deine Versicherung kommt für die Sach- und Personenschäden auf, die durch deine Drohne verursacht werden, z.B wenn deine Drohne versehentlich die gläserne Terassentür des Nachbarn zerbricht oder du Personen verletzt.

Was passiert, wenn ich nicht an dem Unfall Schuld bin?

Du haftest auch für Schäden, die deine Drohne verursacht, wenn du nicht Schuld bist. Deshalb benötigst du eine Haftpflichtversicherung, die speziell für den Betrieb von Drohnen geeignet ist.

Was ist, wenn meine Drohne beschädigt wird?

Für Schäden an deiner Drohne kommt die Haftpflicht nicht auf. Du kannst sie aber über eine Drohnen-Kaskoversicherung absichern. Es gibt verschiedene Anbieter für eine solche Zusatzversicherung.

Was ist mit Selbstbeteiligung?

Oft baut der Drohnen-Schutz auf deine private Haftpflichtversicherung auf. Hast du hier eine Selbstbeteiligung vereinbart, gilt sie auch für Schäden, die deine Drohne verursacht hat. In der Regel beläuft sich der Beitrag, den du selbst zahlen musst auf 150€.

Was passiert, wenn ich gegen die Drohnenverordnung verstoße und einen Schaden verursache?

Es können hohe Bußgelder auf dich zukommen und ist es möglich, dass dein Versicherungsschutz erlischt. Der Schaden wird von deiner Versicherung gezahlt, aber es kann passieren, dass du in Regress genommen wirst und den gesamten oder einen Teilbetrag selbst zahlen musst.

4. Die neue Drohnenverordnung

Die Anzahl an Drohnenpiloten ist in letzter Zeit deutlich gestiegen. Da Drohnen sowohl privat, als auch gewerblich eingesetzt werden, locken sie immer mehr Interessenten und Liebhaber an. Je mehr Drohnen in der Luft unterwegs sind, desto höher ist auch das Risiko für Kollisionen und Abstürze. Deshalb hat das Bundesverkehrsministerium klare Regeln festgelegt, um Unfälle zu vermeiden. Durch die Vorgaben soll auch die Sicherheit und die Privatsphäre der Mitmenschen besser geschützt werden.

Das sind die wichtigsten Regeln…

..auf Modellflugplätzen: Die neuen Regeln gelten nur außerhalb von Modellflugplätzen.

…für Drohnen schwerer als 250g: Ist deine Drohne schwerer als 250 Gramm, musst du eine Plakette mit Name und Adresse von dir anbringen. Eine solche Plakette erhältst du bei vielen Vereinen oder im Internet.

…für Drohnen schwerer als 2kg: Neben der Plakette musst du besondere Kenntnisse vorweisen. Dafür musst du eine Art Multiple-Choice-Test bei einer anerkannten Stelle des Luftfahrt-Bundesamtes absolvieren. Abgefragt werden Themen wie Luftrecht, Meteorologie, Flugbetrieb und Navigation.

…für Drohnen schwerer als 5kg
: Du benötigst zusätzlich eine Aufstiegserlaubnis, die von den Landesluftfahrtbehörden erteilt wird. Meistens kann diese Erlaubnis nur für den jeweiligen Flug gebucht und nicht flächendeckend ausgehändigt werden. Der Ablauf der Beantragung variiert innerhalb der Bundesländer.

 

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