5 Finanztipps für Berufseinsteiger

Mit diesen Tipps hältst du dein Geld zusammen.

04.06.2018
Marlen

Es ist vollbracht: Du hast einen Job gefunden und verdienst jetzt dein eigenes Geld. Du fühlst dich großartig: Endlich bist du nicht mehr von deinen Eltern abhängig und kannst dir Dinge leisten, die bisher einfach nicht drin waren. Du hast dir ein weiteres Stück Freiheit erkämpft!

Aber: Mit der Freiheit kommt natürlich auch eine Portion Verantwortung. Viele Berufsanfänger haben von Finanzthemen keine Ahnung – Geld und finanzielle Absicherung spielen in Schule / Ausbildung / Studium kaum eine Rolle. Woher sollst du also wissen, was dich erwartet und wie du am besten mit deinen Finanzen haushaltest? Eine kleine Einstiegshilfe gibt es von uns.


Unser Finanzexperte:

Jakub Krejci von financer.com. Das international tätige Vergleichsportal ermöglicht es, verschiedene Finanzprodukte miteinander zu vergleichen, um bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen.


Hier kommen unsere 5 Finanztipps für Berufseinsteiger:

1. Meide Schulden!

Dass größere Schulden nicht erstrebenswert sind, sollte klar sein. Aber auch ein Dispositionskredit auf deinem Girokonto kann schon zur Schuldenfalle werden. Denn: Wer häufig sein Konto überzieht, gewöhnt sich sehr schnell an Geld, das ihm eigentlich nicht gehört! Hinzu kommen hohe Überziehungszinsen.

“Vor allem als Berufseinsteiger hat man sehr schnell das Gefühl, das erste selbst verdiente Geld für Konsumgüter ausgeben zu müssen. Viele sind der Meinung, dass sie ein neues Handy, neue Kleidung oder etwa ein neues Auto benötigen, da sie jetzt endlich Geld verdienen. Oft handelt es sich hier um Impulskäufe, die in der Zukunft bereut werden. Es ist immer wichtig zu überprüfen, ob das gewünschte Konsumgut wirklich den entsprechenden Mehrwert liefert”, rät Jakub Krejci.

Tipp: Mache es dir zur Regel, wirklich nur im Notfall auf den Dispo zurückzugreifen! (Achtung: Technik-Gadgets oder neue Klamotten sind in der Regel KEINE Notfälle! 😉)


2. Schließe Versicherungen ab!

Du musst nicht jedes Risiko im Leben absichern (eine Handyversicherung ist z. B. Quatsch). Eine private Haftpflicht- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder ein entsprechender Einkommensschutz sind dagegen in der Lage, dir im Extremfall deine Existenz zu sichern. Auch eine private Unfallversicherung ist eine gute Sache – Freizeitunfälle sind nämlich in der gesetzlichen Unfallversicherung nicht abgedeckt.

Lies jetzt: Diese 3 Versicherungen brauchst du als Berufseinsteiger

Wichtig: Kümmere dich frühzeitig darum! Je älter (und ggfs. je kränker) du bist, desto schwieriger wird es für dich, günstige Versicherungen abzuschließen.

3. Fange JETZT an zu sparen!

„Sparen kann ich ja später immer noch.“ Diesen Satz sagen oder denken viele Berufsanfänger – und vergessen ihn dann ganz schnell wieder. Fange deshalb am besten schon ab dem ersten Gehalt an, jeden Monat einen Betrag X – z. B. 50 oder 100 € auf ein separates Konto oder Sparbuch zu überweisen.

Warum? Erstens empfiehlt es sich, immer über einen Notgroschen zu verfügen. Der Bankenverband rät beispielsweise zu 2 – 3 Nettomonatsgehältern. Zweitens: Wenn größere Ausgaben und Anschaffungen anstehen (Auto, Haus, Kinder 😉), hast du ein Budget, auf das du zurückgreifen kannst.

Der Experte Jakub Krejci empfiehlt deshalb: “Anstatt alles Geld auszugeben, sollten vor allem Berufseinsteiger regelmäßig Geld anlegen. Abgesehen von Sparkonten gibt es viel bessere Anlagemöglichkeiten, die mit einem überschaubaren Risiko eine reale Rendite von 6 – 7% im Jahr liefern. Je früher man beginnt, desto früher profitiert man vom Zinseszinseffekt bzw. von der durchschnittlichen Wertsteigerung der Beteiligungen.”

 

4. Sorge für’s Alter vor!

Sicher ist: Die Rente ist es nicht mehr. Immer weniger Einzahler und immer mehr ältere Menschen sorgen dafür, dass weniger Geld für den Einzelnen bleibt. Eine private Altersvorsorge zahlt sich deshalb in jedem Fall aus. Wer früh anfängt, für’s Alter vorzusorgen, profitiert von günstigen Beiträgen und langen Laufzeiten.

Eine gute Übersicht zum Thema Private Altersvorsorge bietet die Verbraucherzentrale.

5. Halte deine Unterlagen zusammen!

Diese Unterlagen sind wichtig:

  • Persönliche Steueridentifikationsnummer: Diese Nummer braucht dein Arbeitgeber, um deine Lohnsteuer abzuführen. Du erhältst sie vom Finanzamt.
  • Sozialversicherungsnummer: Wenn du zum ersten Mal eine Beschäftigung aufnimmst, bist du sozialversicherungspflichtig und musst Beiträge zur Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung zahlen. Deine Sozialversicherungsnummer teilst du deinem Arbeitgeber mit.
  • Kranken- und Pflegeversicherung: In Deutschland ist die Kranken- und Pflegeversicherung Pflicht. Melde dich bei einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse an und bewahre die Unterlagen dazu sicher auf. Deinem Arbeitgeber händigst du eine Versicherungsbestätigung aus.
  • Kontounterlagen, Lohnabrechnungen, Belege: Die erste Steuerklärung kommt! Deshalb halte alle Kontounterlagen und auch die Lohnabrechnungen, die du von deinem Arbeitgeber bekommst, sauber zusammen, sodass du alle Transaktionen genau nachvollziehen kannst. Dasselbe gilt für Belege über Beträge, die du eventuell von der Steuer absetzen kannst (z. B. Fahrtkosten, Arbeitskleidung, Fachbücher usw.)

Extra Tipp von unserem Experten: In sich selbst investieren. “Das Humankapital ist eines der wertvollsten Anlageklassen. Das Investieren in sich selbst erhöht nicht nur das Wissen der Berufseinsteiger, sondern mit der Zeit auch deren Verdienst. Je mehr man sich in gewissen Bereichen bildet, desto mehr Kapital kann man verdienen.”

Wir wünschen dir viel Erfolg im Berufsleben und ein glückliches und umsichtiges Händchen, was deine Finanzen betrifft!

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