„Wo finde ich einen Job?“ Jobportale und Co – Tipps für Berufseinsteiger

Lies hier, wo du am besten nach Jobs suchen kannst.

22.08.2018
Marlen

Berufseinstieg ist kein Ponyhof. Oft braucht es viele Bewerbungen, bis überhaupt einmal die erste Einladung zum Vorstellungsgespräch ins Haus flattert. Ob das dann auch gleich zu einem Jobangebot führt, ist mehr als ungewiss. Die gute Nachricht: Früher oder später wirst du Erfolg haben – lass dich nicht entmutigen!

Aber wo finde ich überhaupt einen passenden Job? Wie gehe ich bei der Suche vor? Was muss ich beachten, um größtmöglichen Erfolg zu erzielen? Wir haben die Antworten!

Wo finde ich einen Job?

UNSERE EXPERTEN

Kununu.de: kununu ist derzeit mit über 2,7 Millionen Bewertungen zu mehr als 733.000 Unternehmen die größte Arbeitgeber-Bewertungsplattform in Europa mit Standorten in Wien, Boson, Porto und Wien. Was vor zehn Jahren als revolutionäre Start-up-Idee in Wien begann, veränderte das Verhalten, wie sich Arbeitnehmer heute über Unternehmen und potenzielle Arbeitgeber informieren.

CAREER NETWORK Universität Mannheim: Das CAREER NETWORK ist eine fakultätsübergreifende Abteilung der Universität Mannheim und bildet eine Schnittstelle zwischen Studierenden und Unternehmen. Neben der Jobsuche unterstützt das Netzwerk die Studierenden beim Erkennen eigener Berufsperspektiven, der Vorbereitung von Bewerbungsunterlagen, es werden Interview-Trainings angeboten u. v. m.

Campusjäger : Campusjäger ist ein junges Startup im Bereich Recruiting und Beratung. Sie unterstützen Studenten, Absolventen und Young Professionals intensiv dabei, ihren Traumjob zu finden. Auf der anderen Seite bietet Campusjäger somit Unternehmen die Möglichkeit Studenten und Absolventen für sich zu gewinnen.

Hilfreich bei der Auswahl: Insider-Infos zu potenziellen Arbeitgebern erhälst du über das Bewertungsportal kununu.de.

Expertentipp von kununu.de

Wie hilft kununu.de bei der Jobsuche? Was bietet die Plattform?

“kununu sorgt für Transparenz und Offenheit auf dem Arbeitsmarkt. Die auf unserer Plattform veröffentlichten Arbeitgeber-Bewertungen sind von echten Menschen geschrieben und thematisieren genau die Punkte, die Bewerber wissen wollen. Durch Erfahrungsberichte können sich Jobinteressierte einen guten Eindruck verschaffen, wie ein Arbeitgeber wirklich „tickt“. So zeigen wir beispielsweise relevante Benefits auf, die der Arbeitgeber anbietet und anhand des kununu Scores und der Weiterempfehlungsrate wird deutlich, wie zufrieden die Mitarbeiter mit dem Unternehmen sind. Kurzum: Jobsuchende können mithilfe von kununu den Arbeitgeber finden, der wirklich zu ihnen passt und ihren Ansprüchen gerecht wird. Als eine Art Hilfestellung veröffentlichen wir übrigens regelmäßig Rankings, in denen wir die besten Arbeitgeber – beispielsweise aus verschiedenen Städten oder Branchen – küren.”

Was raten Sie Berufsanfängern, die einen Job suchen?

“Unser Tipp: Jobsuchende müssen sich nicht nur über die eigenen Fähigkeiten und Stärken im Klaren sein, sondern auch wissen, was ihr zukünftiger Arbeitgeber bieten sollte. Also sich selbst fragen: Passt das Unternehmen zu mir? Dieser „Fit“ ist ein entscheidender Faktor, der nicht außer Acht gelassen werden sollte. Jobsuchende sollten also klar formulieren und definieren – idealerweise in Form einer Liste –, welche Ansprüche sie nicht nur inhaltlich an den Job, sondern auch an den zukünftigen Arbeitsplatz, den Arbeitgeber und dessen Firmenkultur haben. Das heißt: Kapuzenpulli, Home Office, Sprachkurs-Angebot oder doch lieber der eigene Arbeitsplatz, klare Aufstiegschancen und die Kantine mit veganer Option? Denn was nützt der schönste, beste und interessanteste Job, wenn das Unternehmen – und die Kollegen – so gar nicht zu einem selbst passen…”

Was viele Berufseinsteiger nicht wissen: Branchenbezogene Jobbörsen sind häufig besser aufgestellt, was die individuellen Anforderungen der Bewerber / Unternehmen aus einer bestimmten Branche betrifft. Es empfiehlt sich also, nachzusehen, ob es für deine Branche ein eigenes, professionell betriebenes Stellenportal gibt.

Beispiele: dasauge.de (Medien-/Kreativbranche), ingenieur.de (Ingenieure 😉), jobvector.de (Naturwissenschaften) und viele andere…

Auch auf Xing und LinkedIn werden Stellenanzeigen veröffentlicht! Der Vorteil: Hier hast du häufig die Möglichkeit, direkt mit dem Personaler in Kontakt zu treten und auf dich aufmerksam zu machen.

Klassische Social Media, wie Facebook und Instagram ziehen übrigens ebenfalls langsam nach und spielen zunehmend bezahlte Jobanzeigen von Unternehmen aus.

Pro-Tipp: Sei dir bewusst, dass Personaler dich googlen werden! Mit einem professionellen Auftritt auf verschiedenen Portalen (das gilt auch für öffentlich sichtbare Social Media-Profile!) sorgst du für einen guten ersten Eindruck – und der zählt bekanntlich mehr als alles andere.

***ACHTUNG: Ein Großteil der freien Stellen ist nicht in Jobbörsen bzw. online zu finden! Hinzu kommt, dass Unternehmen für die gelisteten Stellen häufig sehr viele Bewerbungen erhalten, sodass es leicht passieren kann, dass deine Unterlagen nicht die Aufmerksamkeit erzeugen, die du dir wünschst.***

Du solltest dich also nicht nur auf Stellenportale verlassen – auch wenn dies die bequemste Art der Jobsuche darstellt.

Welche Alternativen gibt es bei der Jobsuche?

Jobbörsen der Universitäten

Viele Universitäten betreiben hochmoderne Jobbörsen, die die Studierenden bzw. Alumni ganz unkompliziert nutzen können. Vielleicht gibt es das auch an deiner (ehemaligen) Uni? Einer der Vorteile ist, dass häufig Beziehungen zu Unternehmen bestehen, deren Profil genau zu deinen Qualifikationen und deinem Studiengang passt. Häufig wird auch Unterstützung in Form von Bewerbungschecks und -trainings angeboten.

Ein Beispiel ist das CAREER NETWORK der Universität Mannheim. Wie es funktioniert, erklärt Mitarbeiterin Lia Lies im Interview mit Getsafe.

Expertentipp vom CAREER NETWORK der Uni Mannheim

Wie funktioniert das CAREER NETWORK?

“Als fakultätsübergreifende Einrichtung bildet das CAREER NETWORK eine Schnittstelle zwischen den Studierenden und den Unternehmen. Dabei erkennen und berücksichtigen wir die beruflichen Wünsche unserer Studierenden und verlieren die Bedürfnisse unserer Partnerunternehmen nicht aus den Augen. Unser Online-JobBoard wird regelmäßig von den Personal-Managern aus der Praxis mit neuen Stellenausschreibungen gefüllt und aktualisiert. Das Online CV-Book bietet den Studierenden die Möglichkeit, ihren Lebenslauf den HRs zu präsentieren. Das Highlight des Jahres stellt die jährliche  hochschuleigene dreitägige Unternehmenskontaktmesse „Career Fair“ dar, bei der die Studierenden in einen direkten Dialog mit renommierten Unternehmen treten können.”

Wie unterstützen Sie die Studierenden?

“Wir unterstützen unsere Studierenden bei der Karriere-Planung, beim Erkennen eigener Berufsperspektiven und bei der Vorbereitung von Bewerbungsunterlagen indem wir ihnen Bewerbungs-Checks, Coachings, Bewerbungsfotoshootings und Interview-Trainings anbieten. Außerdem organisieren wir für sie Workshop und Soft Skills-Trainings zu den aktuellen Themen aus der Berufspraxis.”

Was raten Sie jungen Menschen in der Bewerbungsphase?

“Jobsuchenden raten wir als erstes, sich selbst zu analysieren: was ist man für ein Menschentyp? Liegt einem eher ein ruhiger Routinejob, oder einen turbulente  sich ständig abwechselnde Beschäftigung? Ist man ein kommunikationsfreudiger Mensch, dem ständiger Kontakt mit Menschen Freude bereitet? Oder ein Mensch, der seine Einsamkeit genießt.

Dann sollte man eigene Kompetenzen, Stärken und Erfahrungen unter die Lupe nehmen. Ob man mit den vorhandenen Fertigkeiten im gewünschten Job weiterkommt und erfolgreich sein kann. Analyse der eigenen Schwächen ist auch nicht zu unterschätzen, weil sie aufzeigt, wo die Nachhol- und Verbesserungspotentiale liegen, wo man sich selbst anspornen sollte, um den Wunsch-Arbeitgeber zu überzeugen.

Wenn man diese Fragen für sich beantwortet hat, kann man sich auf die Suche nach seinem Traumjob machen.

Wichtig ist auch: die Bewerbungsunterlagen müssen optisch und inhaltlich überzeugen. Die Interview-Situation will gründlich trainiert werden. Der Aufbau eines eigenen Netzwerks schon während der Studienzeit durch Ehrenamt, Vereinsmitgliedschaft, Beteiligung an Uni-Initiativen kann später durchaus seine positive Rolle bei der Jobsuche spielen.”

Jobmessen und Networking-Veranstaltungen

Auch speziell zu diesem Zweck konzipierte Events, wie Career-Messen oder Recruiting-Tage von Unternehmen sind eine tolle Möglichkeit, direkt mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten. Du hast die Chance, einen tollen ersten Eindruck von deiner Person zu vermitteln und kannst deine Bewerbungsunterlagen persönlich abgeben.

Eine Übersicht über das Angebot an Jobmessen gibt es z. B. hier.

Initiativbewerbungen

Manchmal hat man einfach Glück – und das gehört zu einer erfolgreichen Initiativbewerbung dazu. Vielleicht hat in deinem Wunschunternehmen gerade jemand gekündigt und die Stelle muss schnell besetzt werden, vielleicht hat ein neu eingestellter Mitarbeiter kurzfristig abgesagt oder deine Bewerbungsunterlagen kommen einfach so gut an, dass sich die Personaler überlegen, wie sie dich in die Firma integrieren können (Jackpot!) – oder, oder, oder.

Wichtig: Bei Initiativbewerbungen solltest du dir keinesfalls weniger Mühe geben, als bei einer klassischen Bewerbung für eine ausgeschriebene Stelle. Wenn du sehr großes Interesse hast, darf es sogar noch ein Schippchen Extra-Engagement sein 😉. Wenn es dennoch nicht klappt, hast du es wenigstens versucht. Und wie gesagt: Manchmal hat man einfach Glück.

Fachzeitschriften

Branchenzeitschriften sind ebenfalls ein gutes Medium, um nach Stellen zu suchen. Pluspunkt: Wer sich auf eine Anzeige in einem Magazin hin bewirbt, zeigt, dass er sich in besonderem Maße für seinen Beruf interessiert – das finden Arbeitgeber natürlich gut.

Tageszeitung

Es mag etwas antiquiert wirken, aber noch immer veröffentlichen Tageszeitungen auch Stellenanzeigen. Meist an einem bestimmten Wochentag. Wer sich informiert und schnell ist, kann auch hier Glück haben.

Und was ist mit “Vitamin B”?

Wie gesagt: Berufseinstieg ist kein Ponyhof. Deshalb ist es auch keine Schande, persönliche Kontakte (das vielzitierte „Vitamin B“) zu nutzen! In vielen Branchen ist es sogar unbedingt notwendig, gut vernetzt zu sein – und je früher du damit anfängst, desto besser.

Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um eigene Bekannte, Freunde von Freunden oder den besten Kumpel deines Vaters handelt, der dir eventuell die eine oder andere Tür öffnen kann. Hindurchgehen musst du nämlich immer noch selbst. Auch hier gewinnt nur, wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und andere von sich überzeugen kann.

Wir sagen „Toi, toi, toi“ für die Jobsuche!

PS: Auch bei Getsafe haben wir offene Stellen in ganz unterschiedlichen Bereichen. Interesse? >> Hier geht’s lang.

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