Wir bei Getsafe – Debora, Customer Care Managerin

Die ehemalige Versicherungsmaklerin über Provisionsdruck, gute Teamarbeit und Empathie im Kundenservice

Artikel

Lesedauer: 3 Minuten

2020-10-01

Im Customer Service hast du jeden Tag Kundenkontakt. Welche Gespräche sind dir die liebsten?

Die besten Gespräche sind die, aus denen der Kunde glücklich herausgeht, weil ich ihm wirklich weiterhelfen konnte. Da ich primär die Schaden-Calls bearbeite, habe ich aber auch immer wieder mit Kunden zu tun, deren Versicherungsfall abgelehnt worden ist. Wenn sie dann noch Druck von anderen gemacht bekommen und riesige Kosten auf sich zukommen sehen, ist es natürlich verständlich, wenn sie nicht gerade happy sind. Ich versuche da auf jeden Fall immer die beste Lösung zu finden und ihnen alles gut zu erklären. Wenn sie das nachvollziehen können, sind sogar diese Kunden zufrieden – das ist dann besonders cool.

Was hast du gemacht, bevor du zu Getsafe kamst?

Nach meinem BWL Studium mit Schwerpunkt Marketing hab ich ein halbes Jahr im Vertrieb bei einem Personaldienstleister gearbeitet. Danach war ich als selbständige Beraterin zu Versicherungsthemen und Finanzanlagen tätig. Da hatte ich sehr intensive Kundentermine, die über mehrere Stunden gingen. Und auf dem Tisch lag immer ein dicker Aktenordner mit den Versicherungsunterlagen – ganz klassisch und völlig anders als bei Getsafe.

Was macht für dich den großen Unterschied bei Getsafe aus, im Vergleich zu deiner Beschäftigung als Vertrieblerin davor? Warum bist du weg von dem Maklerberuf, aber trotzdem bei Versicherung geblieben?

Bei Versicherung geblieben bin ich, weil ich das Thema ziemlich interessant finde. Wenn man sich damit mal intensiv beschäftigt hat, merkt man, dass es gar nicht so langweilig und trocken ist, wie viele denken. Getsafe ist super fortschrittlich und funktioniert komplett digital. Das fand ich total überzeugend. Bei meiner alten Arbeit habe ich noch Stapel an Papier ausgedruckt, da haben die Kunden häufig gestöhnt. Gerade die Jüngeren hatten auch nicht mehr so die Lust, sich extra einen Termin freizuschaufeln, extra nach Frankfurt zu kommen und sich zwei bis vier Stunden mit mir hinzusetzen. Das kann ich auch verstehen. Dafür ist die jüngere Generation einfach viel zu schnelllebig. Auf Getsafe bin ich gestoßen, als ich mich nach Lösungen umgeschaut habe, wie man es besser machen kann. Und ich dachte direkt: “Cooler Gegenentwurf.”

Debora im Büro1

Was läuft jetzt für dich in deinem Berufsalltag anders?

Erstmal ist es für mich super, Kunden unabhängig von einer Provision beraten zu können. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich musste meine Kunden schon in eine gewisse Richtung pushen, damit sie die Versicherungen kaufen, die mir Provision und also mein Einkommen sichern. Wenn du eigentlich einfach gut beraten und niemandem etwas aufschwatzen willst, sitzt du da schnell zwischen den Stühlen. Mit diesem Vertriebsdruck kam ich nicht so gut klar und bin froh, dass das bei Getsafe jetzt wegfällt. Spannend finde ich außerdem, auch mal in die Schadensprozesse reinschauen zu können, die ich vorher immer nur an die Versicherer weitergeleitet habe.

Was sind für dich die Top 3 Benefits bei Getsafe?

An Stelle eins steht da das Team: Es macht super viel Spaß mit meinen Kolleginnen und Kollegen zu arbeiten und ich freue mich immer richtig drauf, zur Arbeit zu gehen. Was für mich als Mannheimerin einfach praktisch ist: Heidelberg ist viel näher als Frankfurt. Und ich mag die lockere, aber trotzdem ambitionierte Arbeitsatmosphäre bei Getsafe. Vorher musste ich mich in diese unbequemen Anzüge packen und irgendwie verkleiden. Hier kann ich im Zweifelsfalle auch in Jogginghose zur Arbeit kommen. Solange ich engagiert meine Arbeit mache, sagt da keiner was. Oh, und den Kicker will ich als großes Benefit nicht unerwähnt lassen!

Wie würdest du euren Teamspirit beschreiben?

Der Zusammenhalt in unserem Team ist richtig stark und ich finde es toll, wie wir alle an einem Strang ziehen. Einen gibt es immer, der sagt: “Kommt, das packen wir jetzt an!” Zum Beispiel mussten wir letzte Woche 200 finale Abrechnungen durchgehen – fiese Arbeit. Wir haben uns dann gegenseitig gepusht und hatten den Ordner am selben Tag zu dritt durchgearbeitet. Bei uns kommt außerdem der Spaß nie zu kurz. Am Freaky Friday lassen wir zum Beispiel immer irgendeine bescheuerte Musik laufen. Backstreetboys sind eigentlich nicht so mein Geschmack, aber ist schon lustig und lockert das Arbeiten auf.

Debora im Büro2

Hast du auch privat gerne und viel mit Menschen zu tun?

Privat genieße ich es auch mal, eine soziale Auszeit zu nehmen und zum Beispiel beim Wandern einfach für mich zu sein. Ich bin da eher der ruhige Typ und brauche keinen großen Trubel. Ich bin gerne mit meinen Freunden zusammen und als Italienerin verbringe ich natürlich viel Zeit mit meiner Familie (lacht). Was ich wirklich ungern mache, ist privat zu telefonieren. Das versuche ich zu vermeiden.

Was ist das Anstrengendste an deinem Job?

Wenn man Kundenservice macht, sollte man immer gute Laune haben. Nur hat man eben auch mal einen schlechten Tag. Die Stimmung trotzdem hoch zu halten, kann dann wirklich anstrengend sein. In manchen Fällen fällt es mir außerdem schwer, die nötige emotionale Distanz zu wahren. Auch wenn du immer wieder kleine Schicksalsschläge mitkriegst, musst du professionell bleiben. Einmal tat mir eine Kundin sehr Leid und mir ist ein “Och, Mäuschen …” rausgerutscht.

Autor: Carina