Das neue Normal – 11 Dos und Don’ts für dein sicheres Zuhause nach dem Lockdown

Stay safe – auch zu Hause. Wir geben dir Tipps, wie du dich auch in den eigenen vier Wänden vor einer Ansteckung mit Covid 19 schützen kannst

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Lesedauer: 4 Minuten

2020-05-14

Seit Corona bewegen wir uns anders durch die Welt. Wir halten Sicherheitsabstand, tragen vielerorts Schutzmasken, überlegen uns ganz genau, welche Oberflächen wir besser nicht berühren und der Lebensmitteleinkauf wird zum Abenteuer. Weil wir alle bemüht sind, das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sind wir vorsichtig geworden. Und das ist gut so!

Auch in den eigenen vier Wänden lauern ein paar Ansteckungstücken. Aber keine Sorge: Wir zeigen dir, wie du sie umgehen kannst, und wie du dich sicher durch deinen Alltag im Mehrfamilienhaus manövrierst. Am Ende haben wir auch noch einen Tipp, wie du entspannt ein paar Tage außerhalb der eigenen vier Wände verbringen kannst.

Dieser Beitrag beantwortet die folgenden Fragen, durch einen Klick gelangst du direkt zur passenden Antwort:

  1. Darf ich noch den Aufzug nehmen?
  2. Überleben Coronaviren auf dem Treppengeländer?
  3. Ich teile mir die Waschküche mit den Nachbarn. Worauf muss ich achten?
  4. Darf ich meine Nachbarn noch im Vorbeigehen grüßen?
  5. Wie helfe ich Nachbarn, die an Covid-19 erkrankt sind?
  6. Gehören Nachbarn im Mehrfamilienhaus zum eigenen Hausstand?
  7. Wie kriege ich die Coronaviren aus der Wohnung?
  8. Corona per Lieferdienst oder Post – ja oder nein?
  9. Wird Corona über das Smartphone übertragen?
  10. Gemeinschaftsspielplatz vor dem Haus: Darf ich mein Kind auf geteilten Privatflächen spielen lassen?
  11. Endlich wieder raus aufs Land – worauf muss ich Zuhause trotzdem achten?

Gut geschützt in den eigenen vier Wänden? So geht’s

Welche Vorsichtsmaßnahmen sind sinnvoll, was sind die Dos and Don’ts? Wir zeigen dir, worauf du in deiner Wohnung und in Gemeinschaftsräumen achten solltest, um dich und andere auch hier vor einer Ansteckung zu schützen und verraten dir, wie man eine Hausgemeinschaft in Zeiten von Social Distancing sinnvoll nutzen kann.

1. Darf ich noch den Aufzug nehmen?

Du wohnst im sechsten Stock eines Mehrfamilienhauses und machst dir mit dem Fahrstuhl das Leben gerne leichter? Solange du alleine fährst, kannst du das auch weiterhin machen. Lässt der Fahrstuhl es zu, dass du die empfohlenen 1,5 Meter Mindestabstand halten kannst, ist auch ein weiterer Mitfahrer kein Problem. Bei kleineren Fahrstühlen wartest du besser auf den nächsten, wenn mehrere Personen einsteigen wollen.

Auf Edelstahl kann das Virus bis zu drei Tage lang überleben. Darum solltest du bei den Knöpfen am und im Fahrstuhl auf Nummer sicher gehen: Drücke sie, wenn möglich, mit dem Ellbogen.

2. Überleben Coronaviren auf dem Treppengeländer?

Du nimmst grundsätzlich lieber die Treppe, um fit zu bleiben? Dabei greift man schnell mal ganz beiläufig ans Geländer. Gerade wenn du das Haus verlässt und also nicht unmittelbar danach deine Hände wäschst, lässt du besser die Finger vom Geländer, um dich und andere zu schützen. Besonders schwierig wird das allerdings bei der Haustür: Daran, die Klinke zu berühren, kommt wirklich keiner vorbei.

3. Ich teile mir die Waschküche mit den Nachbarn. Worauf sollte ich beim Waschen achten?

Unser Tipp: Oberflächen, die gemeinschaftlich genutzt werden, am besten regelmäßig desinfizieren. Das gilt zum Beispiel auch für eure geteilte Waschküche. Sprich dich mit deiner Hausgemeinschaft ab, wer das wann übernehmen kann. Oder deponiert einfach direkt Tücher und Desinfektionsmittel oder Haushaltsreiniger in der Nähe der Haustür.

4. Huch – da ist mein Nachbar. Darf ich denn noch Hallo sagen?

Auf einer engen Treppe aneinander vorbeizukommen und dabei die gebotene Distanz zu wahren, kann schwierig werden. Und auch schon bei einem freundlichen kurzen “Hallo” fliegen die Tröpfchen mit der Atemluft durch die Gegend. Darum belasse es bei Begegnungen im Treppenhaus am besten bei einem freundlichen Nicken oder der charmanten/gehobenen Winkehand zur Begrüßung.

5. Mein Nachbar ist an Corona erkrankt – wie kann ich helfen, ohne mich anzustecken?

Du weißt, dass ein anderer Mieter im Haus an Corona erkrankt ist und sich in Quarantäne befindet? Für dich als direkten Nachbarn ist es besonders unkompliziert, für sie oder ihn Einkäufe mit zu erledigen und ihm vor die Tür zu stellen. Der oder die Betroffene freut sich sicher, wenn du – telefonisch oder per Zetteleinwurf – deine Hilfe anbietest.

6. Zählen meine Nachbarn im Mehrfamilienhaus eigentlich zu meinem Hausstand?

Deine Nachbarn im Mehrfamilienhaus zählen nicht als Angehörige deines eigenen Hausstands. Gemäß den aktuellen Kontaktbeschränkungen darfst du dich mit den Bewohnern eines weiteren Haushalts treffen – das gilt auch für die einzelnen Wohnungen im Mehrfamilienhaus. Die Beschränkungen variieren jeweils von Bundesland zu Bundesland. Die neuen Regelungen für die einzelnen Bundesländer findest du hier.

7. Wie kriege ich die Coronaviren aus der Wohnung?

Coronaviren können einige Stunden in der Luft schweben und bleiben dabei ansteckend. Darum und weil das gut für dein Immunsystem und deine Schleimhäute ist, wird dazu geraten, in der Wohnung immer wieder stoßzulüften. Und auch im Hausflur macht das Sinn, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

8. Ist Corona vielleicht über Briefboten oder Lieferdienste übertragbar? Überleben Viren auf Papier und Karton?

Weil noch immer viele Geschäfte im Einzelhandel geschlossen sind, werden Kleidung, Elektronik, etc. vermehrt online bestellt und die Versanddienste haben viel zu tun. Kann über ein Paket das Covid-19-Virus zu dir nach Hause eingeschleust werden? Zwar kann sich das Virus auf Pappe und also auch auf Paketen bis zu 24 Stunden halten. Eine Schmierinfektion über Postzustellungen ist aber sehr unwahrscheinlich. Ähnliches gilt für Essenslieferungen. Wasche dir einfach direkt gründlich die Hände, nachdem du die Verpackungen entfernt hast. Dann bist du gut geschützt.

9. Wird das Coronavirus über Oberflächen wie das Smartphone übertragen?

Zwar sind bisher keine Fälle bekannt, bei denen das Virus über das Smartphone übertragen wurde. Da wir den steten Begleiter aber immer wieder in den Fingern und nah am Gesicht haben, kann es sicher nicht schaden, dein Handy und auch zum Beispiel die Tastatur deines Laptops sauber zu halten. Hier erfährst du mehr darüber, worauf du bei der Reinigung von Smartphone, Tablet und Co achten solltest.

10. Gemeinschaftsspielplatz vor dem Haus: Darf ich mein Kind auf geteilten Privatflächen spielen lassen?

Viele Eltern arbeiten aktuell im Homeoffice. Ganz nebenbei müssen sie außerdem ihre Kinder versorgen, Ersatzlehrer spielen und ihnen ein Beschäftigungsprogramm bieten. Irgendwann liegen die Nerven da blank. Viele Spielplätze haben jetzt zwar wieder geöffnet, ihre Nutzung unterliegt aber strengen Regelungen, sodass ein unbeaufsichtigtes Spielen schwierig ist.

Aber glücklich, wer einen Innenhof hat: Auf gemeinschaftlich geteilten Flächen dürfen die Energiebündel sogar mit anderen Kindern spielen. Zumindest bis zu einer Zahl von fünf Kindern aus je unterschiedlichen Haushalten. So kannst du wenigstens einen Moment Ruhe genießen. Erkläre deinen Kindern aber trotzdem, worauf sie beim Spielen achten sollten, um sich nicht anzustecken. Weitere Tipps, wie du die Rasselbande gut beschäftigt hältst, findest du hier.

11. Genug von den eigenen vier Wänden, ich will endlich wieder raus aufs Land – worauf muss ich dabei achten?

Bis zum 14. Juni gilt weiterhin die weltweite Reisewarnung durch die Bundesregierung. Ob sich das Einreiseverbot und die strengen Grenzkontrollen lockern, hängt von der Entwicklung der Infektionszahlen in Deutschland ab. Sicher ist: Wenn du die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln einhältst, kannst du zumindest in einige Bundesländern Deutschlands zusammen mit deiner Familie oder einem Freund reisen. Etwa in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bayern wird Urlaub bald wieder möglich sein. Je nachdem, wo es hingehen soll, können unterschiedliche Regelungen gelten.

Damit du nicht nur selbst auf deiner Reise sicher bist, sondern ebenso deine Wohnung und alles, was dir darin wichtig ist, lohnt es sich, dein Hab und Gut durch eine Hausratversicherung abzusichern. Mit Getsafe geht das ganz kontaktlos im Handumdrehen per App. Brauchst du eine Hausratversicherung? Mach dich hier schlau dazu.

Autor: Carina