Getsafes neue Marke – Einblicke in unser Rebranding

Unser Brand Manager Nico erzählt, wie wir Getsafes neue Marke eingeführt und umgesetzt haben

Artikel

Lesedauer: 5 Minuten

2020-05-20

Vor einigen Wochen haben wir Getsafes neuen Markenauftritt eingeführt. In diesem Artikel geben wir Einblicke, wie wir die neue Markenidentität vorbereitet, entwickelt und letztlich implementiert haben. Dabei gehen wir auf folgende Punkte ein:

  1. Rebranding als Spielwiese
  2. Der Weg zu einer neuen Markenidentität
  3. Implementierung der Brand
  4. Erkenntnisse und Ausblick

1. Rebranding als Spielwiese

Wenn es um die eigene Identität geht, ist jedes Unternehmen ein bisschen eigen – und auch eitel. Den Rebranding-Prozess zu organisieren, ist deshalb nicht zuletzt auch eine sehr emotionale Angelegenheit. Und das nicht nur für das Brand-Team. Veränderungen an der Marke durchdringen alle Bereiche des Unternehmens und auch für Kunden und Partner werden sie deutlich sicht- und spürbar.

Die Herausforderung

Keiner setzt sich gerne mit dem Thema Versicherung auseinander – trotzdem geben Privatpersonen und Unternehmen weltweit aktuell rund fünf Billionen Dollar im Jahr für sie aus. Mit diesem Widerspruch sieht sich die Versicherungsbranche seit längerer Zeit konfrontiert. Ihre Kunden müssen sich mit Papierkram, Bürokratie und veralteten Verträgen herumschlagen. Bei Getsafe wollten wir damit aufräumen und ein neues, besseres Konzept anbieten.

Unsere Vision

Oft sind es genau die unsicheren Pfade im Leben, die für Spannung sorgen und an denen wir schlussendlich wachsen. Bei Getsafe verstehen wir Versicherung als starken Rückhalt, als eine Art Sicherheitsnetz, das es uns ermöglicht, Risiken einzugehen.

Für uns bedeutet Versicherung Empowerment. Wir wollen unsere Kunden bestärken, ihr Leben voll auszukosten und jede Gelegenheit, die sich ihnen bietet, wahrzunehmen – wissend, dass sie gut geschützt sind.

2. Der Weg zu einer neuen Markenidentität

Das Rebranding war ein wirklich großes Projekt für uns. Entsprechend wollten wir mit einem Partner zusammenarbeiten, der uns herausfordert – und diesen Partner haben wir mit DesignStudio gefunden.

Der Rebranding-Prozess selbst war in vier verschiedene Phasen unterteilt: Ideenfindung, Strategie, visuelle Identität und schließlich das Festlegen der Markenrichtlinien.

Bevor es losgeht, einmal warm laufen

Nicht selten werden Unternehmen von Agenturen in eine Richtung gedrängt, mit der sie sich nicht wohlfühlen oder in der sie sich nicht so recht wiederfinden wollen. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, zuerst mit einem internen Brand-Workshop zu starten, bevor die eigentliche Zusammenarbeit mit DesignStudio begann.

Der interne Workshop erwies sich für uns als wichtiger Ausgangspunkt, um ein tieferes Verständnis unserer Vision und Mission herzustellen und gleichzeitig einen konzeptuellen Rahmen für unser Design zu erarbeiten. Der Workshop hat uns daran erinnert, wie wir selbst uns sehen und wohin die Reise gehen soll. Eine ganz wichtige und entscheidende Grundlage für uns.

Außerdem haben wir diese Aufwärmphase genutzt, um möglichst viel herum zu experimentieren. Das war wirklich nützlich, weil wir so alle Ideen, die wild durch den Raum schwirrten, einfangen konnten.

Wir spielten zum Beispiel schon früh mit der Idee, das Leben minimalistisch darzustellen, durch unsere sogenannten Lebenslinien. Das Leben kann mal einfach, mal kompliziert, mal verrückt verlaufen. Aber Versicherungen bleiben. Wie kann man diese verschiedenen Lebenslagen visuell darstellen?

Schritt 1: Immersion

Während dieser Phase besuchte DesignStudio uns in unserem Heidelberger Büro, um ein tieferes Verständnis für unser Unternehmen, unsere Unternehmenskultur und unsere Ziele zu bekommen.

Sie stellten alle Informationen zusammen und legten uns ihre Ergebnisse vor. Vieles davon war uns zwar nicht neu – aber es eröffnete uns eine neue Perspektive, um anders und neu auf uns selbst zu blicken.

Schritt 2: Strategie

Dieser Schritt war für uns der wichtigste des gesamten Prozesses. Wir probierten verschiedene Positionierungen aus. Dabei stellten wir fest: Wir müssen einfach nur die Identität, die wir intern schon längst leben, visualisieren und so auch nach außen tragen:

Wir sind für die Anders- und Querdenker, für die, die ihr Leben noch finden müssen. Wir sind für die Wagemutigen und die Regelbrecher und für alle, die ihre Freiheiten lieben: sich reinstürzen, zurückfallen, es drehen und wenden wie man will – bis es einfach passt. Das Leben mit all seinen Risiken anzunehmen und damit unsere Kunden in die Lage zu versetzen, jeden Tag in vollen Zügen auszukosten, das ist das Grundkonzept der neuen Marke.

Mehr über unsere Vision erfährst du übrigens in diesem Beitrag unseres Gründers und CEO Christian.

Schritt 3: Visuelle Identität

Wie übersetzt man ein Konzept in visuelle Elemente? Die Leitidee des Empowerments wollten wir nahtlos mit dem Konzept des Missgeschicks verbinden. Dazu haben DesignStudio und unser Designteam unermüdlich an den Konzepten gefeilt, und sind auch nicht davor zurückgeschreckt, sie immer wieder neu zu definieren.

Die neue visuelle Identität von Getsafe macht das Konzept greifbar, zukunftsorientiert und positiv, ohne dabei negative Erlebnisse herunterzuspielen.

Schritt 4: Markenrichtlinien

Nachdem wir die visuelle Strategie festgelegt hatten, machten wir uns an die Feinarbeit. Jedes einzelne Element der neuen Marke musste ausgearbeitet und perfekt auf das großen Ganze abgestimmt werden. Die Markenrichtlinien gaben dem Designteam eine klare Orientierung für die Umsetzung. In dieser Phase konzentrierten wir uns darauf, das endgültige Design des Logos, die Typografie, die Farben und alle weiteren Designelemente stimmig auszugestalten.

Eine Herausforderung dabei war ganz klar das Thema Kundenerlebnis. Unser Ziel ist und bleibt es, unsere Kunden rundum zu begeistern. Darum stand auch bei der Umsetzung der Richtlinien für unsere App und Website die Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Dafür mussten wir uns an der ein oder anderen Stelle kleine Abstriche beim Design machen  – zugunsten der Nutzerfreundlichkeit.

Dieser Fokus und auch diese Entschlossenheit passen wiederum perfekt zu Getsafe: Unsere Markenrichtlinien sind darauf ausgerichtet, mit der Zeit zu wachsen, sie bleiben flexibel. Genau wie Getsafe selbst, das sich seit seiner Gründung im Jahr 2015 stark gewandelt hat.

3. Implementierung der Brand

Im Laufe der Zeit eröffneten sich immer neue Anforderungen, aber auch Spielräume. Bei der Implementierung etwa merkten wir, dass wir an vielen Stellen noch ausbauen und weiterentwickeln können. Und wir freuen uns noch mehr darauf, bald weitere Veränderungen für unsere Kunden umzusetzen.

Hier meine persönlichen Highlights des neuen Markenauftritts, wie wir ihn bisher integriert haben:

Das Konzept

Life happens! Missgeschicke als Teil des alltäglichen Lebens zu akzeptieren, das ist das Herzstück unserer neuen Marke. Mit unserer visuellen Identität wollten wir Alltagssituationen aufgreifen, in denen auch mal etwas schiefgeht – unerwartete Dinge passieren uns einfach. Das sollte niemanden aus der Ruhe bringen. Dieses Konzept findet sich in jedem einzelnen Element der neuen Marke wieder.

Das Logo

In unserem Logo greifen wir den Moment auf, in dem man realisiert: Ups, jetzt ist gerade etwas schief gelaufen. Diesen Missgeschick-Moment verbauen wir selbstbewusst, spielerisch und optimistisch in unserem G-Symbol, das wir buchstäblich in einen Unfall verwickelt haben: es ist mit einer ordentlichen Beule davongekommen.

Typographie

Während wir zuvor nur eine Schriftart nutzen, haben wir unsere Typographie jetzt auf drei verschiedene Schriften erweitert: Neben Modern Era und Adieu verwenden wir eine Version, die mit den Konturen spielt – unsere Accidental Adieu.

Farben

Die neue Farbpalette repräsentiert das Vorher und Nachher des Unfallmoments. Grün haben wir als Primärfarbe festgelegt. Jede Farbe liegt in einer positiven, hellen und in einer tieferen Kontrastvariation vor.

3D Elemente

3D-Elemente machen die Visualisierung von Getsafe einzigartig: Sie schaffen eine zusätzliche Ebene und dadurch eine neue Dimension für unser Getsafe-Universum.

4. Erkenntnisse und Ausblick

Ein Rebranding ist so viel mehr als “nur” eine Frage des Designs, es geht um das große Ganze. Natürlich sind der neue Look und die konsistente visuelle Umsetzung unserer Identität ein unheimlich großer Gewinn für Getsafe. Aber damit nicht genug: Die größte Errungenschaft für uns ist, dass wir nun  genau wissen, wer wir sind und wofür wir stehen. Was aus unserer Sicht dabei entscheidend war, war der Blick von außen. DesignStudio half uns dabei, uns selbst zu formen und unsere Werte zu schärfen. Eine präzisere Innensicht, eine ungetrübte Außensicht, neue Ideen und Konzepte – all das begann in die neue Markenstrategie zu fallen. Alles kam zusammen.

In den letzten Monaten haben wir interne und externe Werte abgeglichen, neue Verhaltensweisen aufgestellt, sie mit der Marke synchronisiert – entlang aller Berührungs- und Interaktionspunkte mit Getsafe. Alles läuft nun zusammen. Und wir sind uns sicher, dass unsere Kunden diese Konsistenz spüren und davon profitieren werden.

Unsere neue Marke umarmt das Leben. Sagt ja zum Risiko und wirft ein positives Licht auf die vielen kleinen Missgeschicke, die einfach passieren.

Wir wollen und können niemandem versprechen, dass immer alles glatt läuft. Dass es keine Schäden gibt und kein Unglück. Aber wir können unseren Kunden versichern, dass wir sie bei jedem mutigen Schritt begleiten und auf ihrem gesamten Weg für sie da sind.

Stay safe!

Nico

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Du willst mehr zum Rebranding wissen? Hier findest du die Getsafe Fallstudie von DesignStudio.

Autor: Nicolas