Wir bei Getsafe – Konrad, VP Product & Data

Mit Product und Data vereinen sich in Konrad zwei ganz verschiedene Fachbereiche. Wie er die erfolgreich jongliert, verrät er hier

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Lesedauer: 4 Minuten

2022-03-22

Hi Konrad, fangen wir einmal oben an: VP Product & Data ist ja dein Titel – was heißt das genau?

Das sind zwei unterschiedliche Funktionen. Im Data Bereich kümmern wir uns um alles was mit Daten zu tun hat, vom Sammeln der relevanten Daten bis zu komplexen Analysen und Vorhersagen. In Product stellen wir sicher, dass wir mit allem, was wir tun, eine tolle Nutzererfahrung für unsere Kunden bauen, die Versicherung einfach, transparent, flexibel und verlässlich macht und für die unsere Kunden bereit sind, uns Geld zu zahlen.

Bist du privat auch so ein Tech-Enthusiast?

Auf jeden Fall! Ich hab schon sehr früh angefangen, meine eigenen Computer zusammenzuschrauben und war als Jugendlicher in der Gamingszene unterwegs. Damals waren LAN-Parties ein ganz großes Ding und ich habe es sehr geliebt. Während des Studiums habe ich mir dann etwas Geld mit dem Bau von Websites verdient.

Wie bist du zu Getsafe gekommen?

Ich war auf einem Data Meetup, das von Getsafe veranstaltet wurde. Ich kannte Getsafe tatsächlich schon viel früher von einem Freund, als das Geschäftsmodell noch ganz anders war. Daher war ich ganz schön überrascht, wie groß und professionell die Firma geworden ist. Und dann habe ich gesehen, dass sie einen Head of Data suchten, habe meinen Beraterjob an den Nagel gehängt und bin bei Getsafe eingestiegen. Nach etwa einem Jahr habe ich dann auch die Product Rolle übernommen. Das hat gut gepasst, weil ich nach dem Studium lange in der Strategieberatung mit Schwerpunkt digitale Geschäftsmodelle und Produkte war. Ich wandle also schon länger zwischen Tech und Business hin und her und meine Rolle bei Getsafe sehe ich als den perfekten Fit für mich.

Was macht dir in deinem Job am meisten Spaß?

Ich glaube, am Ende des Tages sind es drei Dinge: Das erste ist das coole und vielfältige Team, mit dem ich jeden Tag zusammenarbeiten darf. Das zweite ist der Gestaltungsspielraum, den ich bzw. den wir bei Getsafe haben – also im Prinzip dieses Jeff Bezos “Day Zero” Gefühl, dass man jeden Tag reinkommt und alles verändern und gestalten kann, um für viele Hunderttausend Kunden schnell und grundlegend Dinge zu verbessern. Der dritte Punkt ist, dass ich in meiner Rolle zwischen einem sehr kreativen Teil und einem Technik-orientierten Teil immer hin- und herspringen kann. In der einen Stunde mache ich mir zum Beispiel Gedanken über neue User Flows, in der nächsten werden irgendwelche Data Science Themen besprochen.

Was bringt dich bei Getsafe zum Lachen?

Meine Kolleginnen und Kollegen. Unsere Arbeitsatmosphäre lebt auch davon, dass mal was schiefgeht und wir alles nicht zu ernst nehmen was passiert, sondern immer mit einem humoristisch-reflektierenden Auge drauf gucken können.

Und wie gehst du damit um, wenn’s doch mal richtig stressig wird?

Ich rede mit Kolleginnen und Kollegen, und reflektiere gemeinsam. Sie können einen sowohl antreiben, Dinge fertig zu kriegen, als auch mal den Spiegel vorhalten und sagen “Komm, wir machen morgen gemeinsam weiter”. Und ich versuche, inne zu halten und einen Schritt zurück zu treten. Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, muss man das tun, um den Blick auf’s große Ganze zurückzugewinnen. Gerade in einem Startup gibt’s immer unendlich viel zu tun, man kann unendlich viel optimieren. Aber das Wichtigste ist, gut zu verstehen worauf man sich fokussieren sollte, was den meisten Wert bringt.

Ist das bei Getsafe jetzt deine erste Führungsposition?

Nein, ich war in meiner Beratungszeit schon Führungskraft.

Was fällt dir so als Chef besonders leicht bzw. schwer?

Ich kann Leute gut motivieren und in ein gemeinsames Boot holen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich mich selbst für ziemlich viel begeistern kann. Was mir schwerfällt ist, andere von etwas zu überzeugen, wenn sie dagegen sind. Ich bin nicht gut darin, einfach Anweisungen zu geben, auf die keiner Bock hat. Ich möchte immer, dass Leute aus Eigenmotivation handeln und will ihnen helfen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wieso das jetzt das Richtige ist. Das dauert manchmal vielleicht etwas länger, aber ich bin der festen Überzeugung, dass es der richtige Weg ist.

Feierabend! Was machst du, wenn du nach der Arbeit so richtig abschalten willst?

Ich hab drei kleine Kinder (lacht). Da habe ich gar keine andere Wahl als direkt abzuschalten, weil es einfach andere Themen gibt. Also mein Ausgleich sind meine Familie und Sport. Und nach Covid auch wieder Zeit mit Freunden zu verbringen. Das fällt natürlich gerade eher flach, mache ich aber auch sehr gerne.

Wer hat dich in deinem Leben bisher am meisten inspiriert?

Richard Feynman, ein amerikanischer Physiker, der genial war und gleichzeitig auf humorvolle Weise komplexe Dinge ganz einfach erklären konnte. Damit hat er einen wesentlichen Bestandteil der Physik nicht nur mitgeprägt, sondern für ganz viele Menschen überhaupt erst zugänglich gemacht. Und ich finde Gründer von erfolgreichen Unternehmen sehr inspirierend, weil sie es schaffen, sich nicht in kleinen Sub-Problemen zu verlieren, sondern das große Problem fokussiert im Auge behalten und angehen.

Wenn du für einen Tag in einem Film Leben könntest, für welchen würdest du dich entscheiden?

Ich würde gern einen Tag in einem James Bond Film leben. Als Jugendlicher habe ich die Filme schon geliebt und es war immer ein Highlight, wenn irgendwo ein James Bond Film lief. Das ist so ein Jugendtraum, das mal in echt zu sehen. Natürlich so ein bisschen von der Seite – um dann auch unbeschadet wieder rauszukommen!

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Autor: Elisabeth