Kindergeld und Co – So unterstützt der Staat junge Familien
Wer eine Familie gründet, genießt in Deutschland einige Vorteile. Wir stellen sie vor

Frisch gebackene Eltern erleben die glücklichsten Momente in ihrem Leben, wenn das Baby zum ersten Mal schreit, “Mama” sagt oder seine Schultüte öffnet. Mit großem Glück geht große Verantwortung einher – damit die Kleinen optimal aufwachsen können, braucht es nicht zuletzt finanzielle Sicherheit. Darum legen viele Eltern großen Wert darauf, ihre Finanzen für diesen neuen Lebensabschnitt gut im Griff zu haben. Wie sie und insbesondere Geringverdiener dabei in Deutschland unterstützt werden, darum geht es in diesem Artikel.
Kinder sind ein Spaß – aber ein teurer
Beste Babynahrung, vielleicht noch ein größeres Auto, damit der Kinderwagen in den Kofferraum passt, Schulbücher und irgendwann Markenkleidung und das neuste iPhone, weil das die anderen in der Klasse auch haben. Je älter dein Kind wird, desto teurer wird es. Im Jahr 2013 haben Eltern laut statistischem Bundesamt durchschnittlich 660 Euro monatlich für ihr Kind ausgegeben. Bis zu seinem 18 Geburtstag kostet dich dein Kind also rund 140.000 Euro. Die Regierung lässt Eltern in Deutschland mit diesen Kosten aber nicht alleine: Hier findet ihr alle Vorteile für junge Erziehende im Überblick.
Das Kindergeld
Die wichtigste Unterstützung für Eltern ist das Kindergeld, das bei der Familienkasse beantragt werden muss. Seit 2020 beträgt das monatliche Kindergeld 204 Euro für das erste und zweite Kind, 210 Euro für das dritte Kind und 235 Euro für jedes weitere. Mit einer dreiköpfigen Rasselbande bekommst du im Monat also 618 Euro Zuschuss vom Staat. Sprich dich mit deinem Partner ab, wer von euch diese Leistung erhält, denn sie wird immer an einen Elternteil ausgezahlt und nicht aufgeteilt.
Das Kindergeld erhältst du mindestens bis zum 18. Geburtstag deines Zöglings. Wenn sich dein Sohn oder deine Tochter als arbeitssuchend meldet, erhält deine Familie weiterhin die Unterstützung bis dein Kind 21 Jahre alt ist. Dein Nachwuchs studiert, macht eine Lehre oder einen Freiwilligendienst? Dann wird die Zahlung sogar bis seinem 25. Geburtstag fortgesetzt.
Der Kinderfreibetrag: Eine Steuererleichterung als Alternative zum Kindergeld
Wer alle Jahre wieder seine Steuererklärung macht, kann dort einfach die Anlage Kind ausfüllen und so den Kinderfreibetrag als Vergünstigung erhalten. Während du Kindergeld beantragen musst, bekommst du den Steuervorteil automatisch, wenn du deine Steuererklärung abgibst. Aber was rentiert sich mehr? Kindergeld oder Kinderfreibetrag? Das Finanzamt prüft, welche der beiden Möglichkeiten sich für dich eher lohnt, und wendet automatisch die bessere Variante an. Für die meisten Eltern wird das das Kindergeld sein.
Weitere Vorteile für Geringverdiener und Alleinerziehende
Das Elterngeld: Eltern können zusätzlich zum Kindergeld Elterngeld beantragen. Dieses wird 14 Monate lang gezahlt und soll die finanziellen Einbußen ausgleichen, die während der Elternzeit entstanden sein können. Wieviel Elterngeld du bekommst, hängt von deinem Nettoeinkommen ab. Die Leistung kann zwischen 300 und 1.800 Euro monatlich betragen. Ein Beispiel: Angenommen, du ist eine junge Mutter. Bevor du in Elternzeit gegangen bist, hast du im Monat 1.700 Euro netto verdient und hattest während deiner Schwangerschaft keine weitere Einkommensquelle. Dann wirst du mit 1.050 Euro Elterngeld im Monat unterstützt, wenn du Elterngeld beantragst.
Der Kinderzuschlag: Einige Geringverdiener haben außerdem den Anspruch auf einen Kinderzuschlag von bis zu 185 Euro im Monat. Er muss, wie das Kindergeld, bei der Familienkasse beantragt werden.
Der Entlastungsbetrag: Alleinerziehende erhalten vom Staat weitere Steuererleichterungen. Um den Entlastungsbetrag zu erhalten, reiche einfach deine Steuererklärung mit der Anlage Kind ein und beantrage die Steuerklasse II. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat die Regierung den Entlastungsbetrag für 2020 und 2021 von 1.908 € auf 4.008 € angehoben.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung: Finanzielle Sicherheit garantiert
Dass der Staat jungen Familien mit den vorgestellten Leistungen unter die Arme greift, ist super. Das langfristige finanzielle Fundament für die Familie legst du aber natürlich mit deinem regelmäßigen Einkommen. Wir empfehlen dir, dieses Fundament mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung abzusichern. Sie springt ein, wenn du dich stärker verletzt hast oder unerwartet krank wirst und Einkommensausfälle drohen, weil du längere Zeit nicht arbeiten kannst. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind du und deine Familie finanziell gut abgesichert, egal was passiert.
Sprich mit einem Experten darüber, wie du dich und deine Familie finanziell absichern kannst: Vereinbare direkt ein kostenloses Beratungsgespräch!
